Forschung

Das Forschen gehört neben dem Sammeln, Bewahren und Ausstellen/Vermitteln zu den traditionellen Kernaufgaben eines Museums. Zum Bereich Forschen zählen die Dokumentation und wissenschaftliche Erschließung der Sammlung. Näheres zu den Standards für Museen finden Sie auf der Website der ICOM Deutschland.

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Abgeschlossene Forschungsprojekte

  • „Typisch Bruneck? Regionales Gebrauchsgeschirr des 18. bis 20. Jahrhunderts als Quelle für Alltag, Handel und Handwerk“

    Gegenstand des mehrjährigen Forschungsprojektes war das handwerklich hergestellte Keramikgeschirr in und um Bruneck aus dem 18. bis 20. Jahrhundert. Ausgehend von der Sammlung des Volkskundemuseums wurden weitere regionale Sammlungen gesichtet, dokumentiert und verglichen. Die Forschungsergebnisse wurden in einer Datenbank und in einem Katalog veröffentlicht und in der Sonderausstellung „Krapfenteller und Knödelschüssel. Hafnergeschirr aus dem Pustertal“ von 2017 bis 2018 im Museum präsentiert.

    Projektleiter: † Dr. Werner Endres, Regensburg; Univ.-Prof. Dr. Harald Stadler, Innsbruck.

    Kooperationspartner: Privatsammler, Stadtmuseum Bozen, Institut für Archäologien der Universität Innsbruck, Amt für Bodendenkmäler Bozen, Österreichisches Museum für Volkskunde Wien, Bayerisches Nationalmuseum München, Tiroler Volkskunstmuseum Innsbruck (Tiroler Landesmuseen- Betriebsgesellschaft m.b.H.), Museum Schloss Bruck Lienz.

  • Die Familie Ragginer

    Auf dem Hof Kleinkaneid in Lüsen bei Brixen betätigten sich zwei Generationen der Familie Ragginer als Bauerndoktoren: Johann und Sebastian. Maria, die Tochter von Sebastian, hütete den Nachlass ihrer Vorfahren sorgsam bis an ihr Lebensende. Nach ihrem Tod im Jahr 1975 gelangte ein großer Teil des Hausinventars ins Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde.

    Der medizinische Nachlass wurde in Folge von Roswitha Asche und Ernst-Detlef Schulze weitestgehend aufgearbeitet und 1996 veröffentlicht.

    In den Jahren 2013–2015 wurde im Volkskundemuseum der schriftliche Nachlass aufgearbeitet. Hunderte von Schriftstücken (18. bis 20. Jh.) aus dem Altbestand wurden neu in das Inventar aufgenommen, digitalisiert und transkribiert.

Sammlung

Das Volkskundemuseum sammelt seit seiner Gründung im Jahre 1976 Objekte aus dem volkskundlichen Kanon mit Tirol-Bezug, im Sinne einer ganzheitlichen Präsentation im Museum und um dem wissenschaftlichen Auftrag vom Sammeln, Dokumentieren, Bewahren und Ausstellen nachzukommen.

Als 1982 das Südtiroler Weinmuseum an das Volkskundemuseum angegliedert wurde, kam es zu einer Aufstockung der bisherigen Sammlung durch den Bestand des Weinmuseums.
Eine neuerliche Erweiterung erfuhr die Sammlung 1991 mit der Einrichtung der zweiten Außenstelle, dem Landesmuseum für Jagd und Fischerei auf Schloss Wolfsthurn.

Seit der Gründung im Jahre 1976 konnte das Volkskundemuseum über 65.000 Objekte sammeln, die teilweise online einsehbar sind: An der Erweiterung des Onlinekataloges wird laufend gearbeitet.

Zum Bestand des Museums gehören weiters zwei Fotosammlungen, die über die Online-Datenbank KiS zugänglich sind:

Sammlung Hugo Atzwanger
Sammlung Erika Groth-Schmachtenberger

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Bestandsgruppen und Schwerpunkte

Die Sammlung

... beinhaltet Gegenstände der Volkskunst und der Alltagskultur, ergologische Objekte, anlassbedingte und brauchgebundene Gegenstände;

... umfasst die Zeit der vorindustriellen Gesellschaft ab dem 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, mit einem Schwerpunkt für die Zeit zwischen 1850 und 1950;

... spiegelt die Interessen und Entwicklungen des Faches Volkskunde wider und kommt den Aufgaben eines Volkskunde- und Freilichtmuseums nach mit Objekten vorwiegend aus dem bäuerlichen Bereich und den Bestandsgruppen religiöse Volkskunde, Volksmedizin, Volkskunst, Kleidung und Textilien, Handwerk und Gerät, Möbel und Einrichtungsgegenstände, historische Fotografien, Archivalien, Weinbau, Jagd und Fischerei, Musikinstrumente.

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Bibliothek

Die Präsenzbibliothek des Museums umfasst Publikationen zu volkskundlichen, kulturgeschichtlichen und museumspädagogischen Themen. Interessierte können die Bestände auf Anfrage vor Ort nutzen.

Informationen unter der Telefonnummer (+39) 0474 552 087 oder unter der E-Mail-Adresse volkskundemuseum_at_landesmuseen.it.

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Vorschau auf das Jahresprogramm

Zur Vorbeugung gegen die weitere Verbreitung des Coronavirus sind alle Veranstaltungen für das laufende Jahr abgesagt. Das Vermittlungsangebot (Führungen für Gruppen und museumspädagogische Angebote für Schulklassen) ist bis auf Weiteres ausgesetzt.

Wir bitten um Verständnis.

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